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Wie kann ich mir selber bei Inkontinenz helfen?
Es gibt viele Behandlungsmethoden bei Patienten mit Inkontinenz. Nachfolgend werden praktische Tipps gegeben, die neben der Anwendung von Inkontinenzprodukten hilfreich sein können. Bequeme und diskrete Inkontinenzartikel, sicher und mit höchstem Tragekomfort sind dabei ein wichtiger Bestandteil. Es gibt viele Behandlungsmethoden bei Patienten mit Inkontinenz. Nachfolgend werden praktische Tipps gegeben, die neben der Anwendung von Inkontinenzprodukten hilfreich sein können. Korrekte Flüssigkeitszufuhr Patienten mit Inkontinenz trinken weniger, um den Harndrang zu reduzieren. Das kann aber gefährlich sein. Eine kleinere Menge angenommener Flüssigkeit reduziert zwar die Diurese, führt aber zur Verkleinerung der Blasenkapazität und im Endeffekt zu häufigerem Entleeren kleinerer Harnmengen (Pollakisurie). Außerdem werden alle mit dem Urin ausgeschiedenen Giftstoffe sehr konzentriert, was für die Haut im Intimbereich reizfördernd sein kann. Richtige Diät und regelmäßige Stuhlentleerungen Diese Elemente reduzieren das Risiko der Verstopfungen, die übermäßiges Ausdehnen des Enddarms verursachen. Ein ständig verstopfter Darm kann auf die Blase drücken und hiermit die Blasenwand reizen (Dranginkontinenz). Zusätzlich können die verstopften Stuhlmassen die Harnröhre drücken und zur Abflußbehinderung führen (Überlaufinkontinenz). Reduzierung des Übergewichts Ubergewicht kann eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur verursachen. Dies führt zur Absenkung der Beckenorgane: die Blase und die Harnröhre rutschen tiefer. Durch Übergewicht ist der Druck im Bauchraum erhöht und der Beckenboden wird zusätzlich belastet. Die Beseitigung von Übergewicht kann also bei einer Blasenschwäche erhebliche Besserung bringen. Modifikation der Umgebungsfaktoren Älteren Menschen mit eingeschränkter körperlicher Leistung soll man einen einfachen Zutritt zur Toilette sichern. Außerdem soll man beachten, dass die Bekleidung schnell auszuziehen ist, was leichtes und problemloses Wasserlassen sichert. Prophylaxe der Infektionen der Harnwege Richtige Hygiene hat eine fundamentale Bedeutung in der Prophylaxe von Harnwegeinfektionen. Normalerweise kommt bei älteren Menschen und langfristig bewegungsunfähigen Patienten eine verringerte Infektionsimmunität vor. Deshalb muss das Risiko von Harnwegeinfektionen auf ein Minimum reduziert werden. Ein Nebenelement, welches Harnwegeinfektionen vorbeugt, ist eine richtige Diurese und Harnsäuerung. Toilettentraining Toilettentraining soll dazu führen, den optimalen Zeitpunkt für die Blasenentleerung zu ermitteln. Das ist wichtig, damit die Betroffenen den richtigen Zeitpunkt "erwischen", um auf die Toilette zu gehen und zwar bevor der Harndrang einsetzt. Das Training kann z. B. folgendermaßen aussehen: Die Betroffenen gehen zu Beginn alle zwei Stunden auf die Toilette und urinieren. Das tun sie, egal, ob ein Harndrang da ist oder nicht. Die Zeitabstände werden dann allmählich verlängert. Das Ganze wird so lange durchgeführt, bis sich ein individueller Rhythmus eingeprägt hat. Natürlich ist dieser Rhythmus stark von der Trinkmenge und von der Inkontinenzstufe des Einzelnen abhängig. Übungen zur Stärkung von Beckenbodenmuskeln geben ein doppeltes Ergebnis. Erstens lernt der Inkontinente die Muskeln, die die Harnröhre umfassen und auf deren Funktionierung er Einfluss hat, bewusster zu benutzen. Das hilft in "Notsituationen" wie z. B. Husten, Niesen, Lachen. Zweitens stärken solche regelmäßigen Übungen die Beckenbodenmuskeln, verbessern die Abstützung des Beckenbodens und stärken damit das Abschließsystem der Harnröhre. Das hat eine elementare Bedeutung bei den Patienten mit Stressinkontinenz. Blasenkatheterisierung diese Behandlungsmethode soll besonders vorsichtig und sicherlich nicht als erste gewählt werden. Man soll jede individuelle Indikation zur Katheterisierung prüfen. Die Methode kann bei Patienten mit einer Blasenbehinderung (Prostatavergrößerung, Tumor, Nierensteinkrankheit), die selbständig die Blase nicht entleeren können, erwogen werden. Man kann zwei Methoden wählen: intermittierende Katheterisierung (alle 4 Stunden) oder Dauerkatheterisierung. Pharmakotherapie auch eine pharmakologische Behandlung ist möglich, und die Medikamente sollen vom Arzt nach einer urodynamischen Untersuchung, die einen genauen Zustand der Harnwege beurteilt, verschrieben werden. Man soll aber nicht vergessen, dass eine Medikamentenbenutzung bei älteren Personen problematisch ist, weil die Mehrheit von Arzneimitteln Nebenwirkungen hat. Außerdem nehmen ältere Menschen viele andere Medikamente ein. Dadurch wächst auch das Risiko, dass sich verschiedene Medikamente untereinander in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Chirurgische Behandlung der Inkontinenz ist eine sehr effektive Behandlungsmethode, die allerdings erst dann in Frage kommt, wenn alle anderen Ansätze nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben oder von vornherein sicher ist, dass nur auf diesem Wege eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden kann. Anwendung von Inkontinenzprodukten Urineinlagen, anatomisch geformte Vorlagen und Windelhosen finden Anwendung bei allen Inkontinenzstufen und -Arten. Sie erhöhen den Lebenskomfort des Betroffenen und ermöglichen eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Hinzugefügt am 15.08.2010 - 19:58:17 vom sportlicher senior
Kategorie: Gesundheit / Medizin Tags: inkontinent inkontinenz
 
 
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